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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-4717-307

Gebietsname:

Wissinghauser Heide

Gesetzlicher Schutz:

Gebietstyp: B = FFH-Gebiet (GGB)

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

25 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Hochsauerlandkreis

Kurzcharakterisierung:

Nordwestlich von Wissinghausen erhebt sich am Ostabfall des Rothaargebirges der 758 m ü. NN hohe, annähernd vollständig bewaldete Jürgensköpken. Auf seinem Rücken ist eine größere, montane Zwergstrauchheide mit einzelnen Wacholdersträuchern erhalten geblieben. Sie wird durchsetzt von angeflogenen Kiefern und Fichten, die vereinzelt zu stattlichen Baumexemplaren hochgewachsen sind. Kleinere Heiderelikte liegen ergänzend in den angrenzenden Buchen- und Fichtenwäldern. Am Südostrand befindet sich eine kleine, trockene, südexponierte und äußerst artenreiche Magerweide. Die bodensauren Buchenwälder des Gebietes mit den häufig mehrstämmigen Baumgestalten zeugen von der ehemals niederwaldartigen Nutzung der Bestände.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Im Zuge von Pflegemaßnahmen wurden im Laufe der letzten Jahre Entbuschungen durchgeführt. Die Wissinghauser Heide ist in das landesweite Biotopmonitoring aufgenommen worden.
Die Hocheide auf dem Jürgensköpken bei Wissinghausen ist neben der Bergheide auf dem Hilmesberg die letzte, noch vitale größere und hervorragend erhaltene Zwergstrauchheide der Medebacher Bucht (im Übergangsraum zum Rothaargebirge). Im Komplex mit den übrigen Hochheiden des "Waldecker Uplandes" in der Randzone des Rothaargebirges (s. u.) sind diese historischen Kleinlandschaften von nationaler Bedeutung.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Zentrales Entwicklungsziel ist der Erhalt und die Pflege der Heideflächen durch extensive Schafbeweidung, flankiert durch sonstige Maßnahmen der Vegetationskontrolle (Entkusselung). In das Beweidungskonzept ist die kleine, randliche Magerweide einzubeziehen. Die angrenzenden Nadelwälder sollten sukzessive in Buchenwälder umgebaut werden. Die forstliche Nutzung der Buchenwälder sollte den Charakter der historischen Waldbilder nicht gezielt beseitigen. Die Hochheide von Wissinghausen ist Teil eines erhalten gebliebenen Mosaiks weiterer insulärer Hochheiden im Willinger Upland: Die Hochheiden auf dem Neuen Hagen bei Niedersfeld (NRW) und auf dem Kahlen Pön nördlich Titmaringhausen (Hessen/NRW) sind jeweils rund 4 km entfernt. Kaum weiter entfernt liegt die große Hochheide auf dem Ettelsberg (Hessen). Diese Relikte historischer Landnutzung sollten in ein nachhaltiges, landesübergreifendes Pflegekonzept eingebunden werden.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen:

Maßnahmenkonzept (MAKO):