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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-5203-307

Gebietsname:

Muensterbachtal, Muensterbusch

Gesetzlicher Schutz:

Gebietstyp: B = FFH-Gebiet (GGB)

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

68 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Aachen

Kurzcharakterisierung:

Das Gebiet umfasst einen Abschnitt des Tales der hier als Münsterbach bezeichneten Inde sowie einen Teilbereich des Standortübungsplatzes Münsterbusch westlich Stolberg-Münsterbusch im Kreis Aachen. Das Tal wird weitgehend landwirtschaftlich genutzt. Den größten Flächenanteil hat hier intensiv bewirtschaftetes Weideland inne. Am Rand dieses Tales stocken Eichen-Hainbuchenwälder, die zum Teil als Niederwald genutzt werden. Der Fluss mit seinen galerieartigen Auwäldern weist die typischen Mäander auf. Die Erlensäume haben sich auch am Mühlgraben entwickelt. An den Talhängen und im Münsterbusch befinden sich einige Schwermetallrasen auf anthropogen bedingten Standorten. Hinzu kommen Borstgrasrasen und weitere Waldbestände aus Eiche im Bereich des Standortübungsplatzes.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Die Schutzwürdigkeit des Gebietes ergibt sich aus der hervorragenden Ausbildung der prioritär schutzwürdigen Borstgrasrasen und Auwälder sowie der Schwermetallrasen mit endemischen Galmei-Florenelementen, des Flusslaufes und des Sternmieren-Stieleichen-Hainbuchenwaldes. Die Schwermetallrasen stellen die artenreichsten Vorkommen ganz Deutschlands dar. Alle genannten Lebensräume sind bedeutende Refugialbiotope für die spezifischen Pflanzen- und Tierarten im Raum Aachen - Stolberg.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Das Gebiet zählt zum einen als Trittstein zum Trockenbiotop-Verbundsystem um den Siedlungsbereich Stolberg. Zum anderen zählt die Inde als Nebengewässer zum Rur-Verbund-Korridor, der die Eifel mit dem niederrheinischen Tiefland verbindet. Wichtig ist die Erhaltung und Entwicklung der Aue (Fließgewässer, Auwälder, Feuchtgrünland) wie der Trockenbiotope (Schwermetallrasen, thermophile Wälder). Das Grünland ist extensiv zu nutzen, nicht bodenständige Baumarten zu entfernen. Alle vorkommenden Lebensraumkomplexe tragen zur Neu- und Wiederbesiedlung anderer Standorte im Raum Aachen - Stolberg sowie zum genetischen Austausch zwischen den vorhandenen Flächen bei. Sie sind von wesentlicher Bedeutung für den lokalen regionalen und überregionalen Biotopverbund.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen:

Maßnahmenkonzept (MAKO):