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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-5403-302

Gebietsname:

Gebirgsbach Rur bei Monschau

Gesetzlicher Schutz:

Gebietstyp: B = FFH-Gebiet (GGB)

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

91 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Aachen

Kurzcharakterisierung:

Das Gebiet umfasst einen etwa 3,5 Kilometer langen, wald- sowie felsreichen Abschnitt des Rurtals zwischen Gut Reichenstein und Dreistegen im Stadtgebiet von Monschau. Das steinige und felsige Flussbett mit überwiegend steilen Uferpartien wird durch Schotterbänke, grosse Felsblöcke, Schnellen und Kolke zusätzlich gegliedert. Der begleitende Erlenwald mit Anteilen an Ahorn, Eiche und Esche ist aufgrund der natürlichen, steilen Ufer meist schmal ausgebildet. Er ist jedoch weitgehend in die umgebenden Waldflächen eingebettet. Zahlreiche Felsklippen strukturieren die Hänge, die überwiegend von Fichtenwald eingenommen werden. Der Ehrensteinley ist mit bis zu 20 Meter hohen Wänden und entsprechender Ausdehnung die grösste Felsgruppe im Gebiet. Kleinräumig sind Grünland mit einem Jugendzeltplatz, feuchte Hangwälder sowie auf Windwurfflächen jüngere Mischbestände aus Buche, Eiche und Fichte vorzufinden.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Das Gebiet ist für den Tourismus im Umfeld der historischen Stadt Monschau von wesentlicher Bedeutung, da es eine wesentliche Attraktion für Wanderer darstellt. Das Wanderwegenetz im Gebiet ist umfangreich und gut markiert. Es ermöglicht die Durchquerung des Gebietes im Tal und auf den Höhen mit einigen Aussichtspunkten auf den vorhandenen Felskulissen.
Für den Naturraum Rur-Eifel ist dieser Abschnitt des Rurtales einer der imposantesten Naturfelskulissen, die sowohl das Bachbett als auch die Hänge umfassen. Durch den sehr guten Erhaltungszustand des Baches und der Felsen mit dem typischen Arteninventar hat das Gebiet eine hohe ökologische Bedeutung im Naturraum. Diese wird durch das Vorkommen von seltenen und gefährdeten Pflanzen- und Tierarten bestärkt. Das Gebiet ist ein Teil des landesweit bedeutenden Rurlaufes, in dem die Leitart Bachneunauge vorkommt.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Das Gebiet ist ein wichtiges Teilstück des Flusses Rur zwischen dem belgischen Quellbereich der Roer (= Rur) im Hautes Fagnes (= Hohes Venn) und dem niederländischen Teil der Roer (= Rur) bei Roermond. Die Rur ist eine der landes- und europaweit bedeutenden Biotopverbundachsen mit Refugialfunktionen. Von diesem Gewässersystem aus, das über die niederländischen Flüsse bzw. Ströme Maas und Waal mit dem Rhein sowie der Nordsee verbunden ist, koennen sich dort vorkommende Pflanzen- und Tierarten wieder in andere Regionen von Deutschland und den Nachbarländern ausbreiten. Die Wälder des Gebietes sind ein Teil der länderübergreifenden Waldlebensräume der belgisch-französischen Ardennen und der gesamten Eifel. Die Entwicklungsziele umfassen die Erhaltung der natürlichen und strukturreichen Lebensraumtypen 'Fließgewässer mit Unterwasservegetation', 'Auwälder an Fliessgewässern' 'Silikatfelsen'und Silikatschutthalden'. Hinzu kommen die Erhaltung vorhandener strukturreicher 'Schlucht- und Hangwälder' und der abschnittsweise Umbau der anderen Waldflächen des Gebietes in bodenständige Waldgesellschaften.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen:

Maßnahmenkonzept (MAKO):