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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-5404-302

Gebietsname:

Bachtaeler im Truppenuebungsplatz Vogelsang

Gesetzlicher Schutz:

Gebietstyp: B = FFH-Gebiet (GGB)

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

234 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Euskirchen, Aachen

Kurzcharakterisierung:

Die Bachtäler im Truppenübungsplatz Vogelsang sind als V-Täler ausgeprägt. Durch die militärische Nutzung des Gebietes sind die Bachtäler seit mehr als 50 Jahren weitgehend von einer menschlichen Nutzung verschont geblieben. In den schmalen Auen der Bäche findet man überraschend viele ehemalige Wiesen und Weiden, die heute verbracht sind, jedoch v.a. durch Rotwild teilweise offengehalten wurden. In den oberen Hangbereichen findet man daher heute artenreiche Bärwurzwiesen. In der Übergangszone zur Bachaue kommen Arten der Pfeifengraswiesen und auf kleinflächigen Erhebungen auch Borstgrasrasen vor. Randliche Quellbereiche werden teilweise gern als Äsungsflächen vom Wild genutzt. Durch diese Extensivbeweidung haben sich teilweise hervorragend ausgeprägte Quellmoos-Quellkrautfluren entwickelt. In verbrachten, nassen Bereichen dominieren Hochstaudenfluren mit Mädesüß, Waldsimse und Rohrglanzgras. An manchen Stellen finden sich auch Sümpfe, die teilweise von Weiden-Faulbaum-Gebüschen durchsetzt sind. Weite Bereiche der Auen werden von Erlen-Ufergehölz gesäumt. Flächige Hainmieren-Erlen-Auenwälder findet man v.a. im Unterlauf des Sauerbaches, seltener sind Eschenwälder.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Die für die Eifel wichtigsten Lebensraumtypen in diesem Gebiet sind die naturnahen Bäche mit bachbegleitenden Erlenwäldern und Hochstaudenfluren sowie die Bärwurzwiesen. Durch die militärische Nutzung der Hochflächen und das Betretungsverbots für Unbefugte sind die Bachtäler seit über 50 Jahren sich selbst überlasssen worden. Dadurch begründet sich die Naturnähe der Bachtäler mit grossen Anteilen an Erlenufergehölzen und an den Unterläufen auch Erlenwäldern. Die ehemals landwirtschaftlich genutzten Bereiche in den Bachtälern wurden nie gedüngt. Sie stellen sich heute als sehr artenreiche Bärwurzwiesen mit Übergängen zu Borstgrasrasen dar, die jedoch langsam zu verbuschen drohen. In ehemaligen Feuchtgrünlandbereichen haben sich teilweise großflächige Hochstaudenfluren entwickelt, in Übergangsbereichen finden sich noch Arten der Pfeifengraswiesen.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Vorrangiges Entwicklungsziel ist die Erhaltung und ggf. Erweiterung der Bärwurzwiesen. In stark verbuschten Flächen ist als Erstmaßnahme eine Entbuschung erforderlich. Anschliessend sollte abschnittsweise eine Mahd alle 3-5 Jahren erfolgen. Bereiche mit Anklängen an Pfeifengraswiesen sollten auf die gleiche Weise gepflegt werden. In den kleinflächig erhaltenen Heide- und Borstgrasrasenbereichen sollte eine Extensivbeweidung mit Schafen erfolgen (keine Pferchung), in den bewaldeten Bereichen eine naturgemäße Waldbewirtschaftung.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen:

Maßnahmenkonzept (MAKO):