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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-5403-304

Gebietsname:

Oberlauf der Rur

Gesetzlicher Schutz:

Gebietstyp: B = FFH-Gebiet (GGB)

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

938 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Aachen

Kurzcharakterisierung:

Das Gebiet umfasst den überwiegenden Teil des Mittelgebirgsabschnittes der Rur bis zur Rurtalsperre sowie verschiedene Seitenbäche mit ihren Auen. Alle Gewässer sind durch einen naturnahen Verlauf gekennzeichnet. Die Rur ist im obersten Abschnitt hinter der belgischen Grenze ein typischer Mittelgebirgsfluss, der ein steiniges Bett aufweist. Unterhalb von Monschau wird der Fluss wie sein Tal breiter. Die Ufer sind zumeist mit Erlen- und Weiden-Beständen bestockt, stellenweise sind etwas größere Erlen-Eschen-Auwälder ausgebildet. Dies gilt gleichermaßen für die Seitenbäche Ermesbach, Schwarz- und Klüserbach, Holder-/Duerholderbach, Belgenbach, Riffelsbach, Kluckbach und Tiefenbach. Die Talauen werden häufig von Grünlandflächen eingenommen, während die Talhänge mit Fichtenwäldern oder verschiedenen Laubwaldtypen wie Hainsimsen-Buchenwald und Traubeneichenwald bestanden sind. Stellenweise finden sich an den Talhängen ausgeprägte Felsstrukturen.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Die Rur mit ihren Nebengewässern stellt ein landesweit bedeutsames weitgehend naturnahes Fließgewässersystem dar. Sowohl die Bachläufe als solche wie auch die sie begleitenden Erlen-Eschen-Auwälder und Eichen-Hainbuchenwälder bilden zusammen mit verschiedenen extensiv genutzten Grünlandgesellschaften, kleinflächigen Heiden, Moorwäldern und Übergangsmooren sowie größeren Buchenwäldern an den Talhängen und Felsbereichen ein eng vernetztes Biotopmosaik naturnaher Lebensräume. Entsprechend finden sich dort auch typische Tierarten wie Eisvogel, Schwarzspecht und Groppe.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Vorrangig ist die Erhaltung der naturnahen Bachläufe sowie die Renaturierung der wenigen naturfernen Gewässerabschnitte. Die Grünlandflächen sollen extensiv genutzt und damit vor dem Verbrachen geschützt werden. Dies gilt gleichermaßen für die Heiden. Die Laubwälder sind naturgemäß zu bewirtschaften und auf diese Weise strukturreicher zu entwickeln. Nadelgehölze sollen schrittweise in Bestände bodenständiger Baumarten umgewandelt werden. Wälder feuchter Standorten wie die Auen- und Moorwälder sollten hingegen aus der Nutzung genommen werden. Das Gebiet ist ein essentieller Bestandteil des Rur-Verbundkorridors, der sich vom belgischen Hohen Venn über die Eifel und das Niederrheinische Tiefland Nordrhein-Westfalens bis in die Niederlande erstreckt. Dementsprechend ist die Ruraue von landesweiter Bedeutung.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen:

Maßnahmenkonzept (MAKO):